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Aktuelles | El-Kothany, Helga | 15.12.2019

Droht uns ein stummer Frühling?

Der Vortrag von Dr. Wilhelm Stark war mit 38 Zuhörern, unter ihnen viele Landwirte, sehr gut besucht.

In 27 Jahren ist die Insektenmasse um 75% zurückgegangen: ein Alarmzeichen!

Gärten und öffentliches Grün werden zu oft gemäht, viele Gärten sind Steinwüsten. Ackerblumen wie Kornblume oder Rittersporn werden an Feldrainen verhindert, Waldböden durch Forstmaschinen verdichtet. Insektizide, zum Beispiel gegen Schwammspinner, schädigen auch andere Insekten. Täglich gehen in Deutschland 66 Hektar an Industrie, Hoch- und Straßenbau verloren. Pflanzenschutzmittel bekämpfen Schädlinge, aber auch Nützlinge, denen sie die Nahrung entziehen. Die Klimaerwärmung bedroht kälteliebende Insekten wie die Hummeln. Die Bodenbedeckung erschwert das Brüten, auch dem Insekt des Jahres 2019, der rostroten Mauerbiene. Lichtverschmutzung stört die Orientierung und die Fortpflanzung nachtaktiver Insekten. Warmweißes LED-Licht ist günstig.

Angelegte Schutzgebiete werden oft nicht gepflegt und verlieren durch Verbuschung und Verlandung von Seen ihren Wert. Was hilft? Blühwiesen können sogar auf Balkonen angepflanzt werden. Weniger Mähen fördert das Überleben von Insekten in Pflanzenstengeln. Ein paar Quadratmeter sollten für Bodenbrüter offen gelassen und ökologische Lebensmittel gekauft werden.