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Aktuelles | El-Kothany, Helga | 19.07.2022

Juli-Stammtisch: Wie zu Omas Zeiten

Zum letzten Stammtisch des Zabergäuvereins vor der Sommerpause kam etwa ein Dutzend Teilnehmer ins Heimatmuseum Botenheim, wo Christa Brückner im Museumsgärtchen zeigte, was dort an teils vergessenen Pflanzen wächst.
„Vieles sind Kräuter, die man früher im Garten hatte.“ Und von deren Verwendung und positiven Eigenschaften die Museumsleiterin viel zu erzählen wusste.
Schnell entwickelten sich Gespräche zwischen den Pflanzenkennern, die selbst vieles noch aus der Kindheit kannten oder bis heute noch verwenden.
„Viele Kinder und Erwachsene kennen heute nicht einmal mehr ganz normale Küchenkräuter.“
Im kleinen Gärtchen gedeiht die echte Kamille – sie ist nur noch selten anzutreffen – neben Pimpernelle, Frauenmantel, Spitzwegerich, Buchweizen, Kümmel, Topinambur, Pastinake, Walderdbeeren ……. Alles auf engstem Raum.


„Heute gilt es als Besonderheit der feinen Küche, wenn ein paar Blütenblätter vom Stiefmütterchen auf dem Salatteller liegen.“ Die Gäste dagegen erinnern sich fast alle an die Pflanzen, die sie als Kinder auf Feldern und Wiesen pflückten und aßen.
Und wenn man schon im Gärtchen ist, lohnt es sich, auch gleich einen etwas genaueren Blick auf all die Gerätschaften im kühlen Weinkeller zu werfen – dem idealen Aufenthaltsort bei den derzeitigen Temperaturen. Darüber, womit man früher die Weinberge bearbeitete oder was man beim Keltern brauchte, konnte Richard Burrer einiges erzählen, der mithalf, den Keller einzurichten.


Mit großem Interesse ließ sich die Gruppe noch so manche Besonderheit auf den 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche im Museum zeigen und darüber informieren, wie beispielsweise die neuen Errungenschaften: alte Zählmaschinen von der Kreissparkasse. Das Museum lebt von gespendeten Exponaten, und nach jeder Sonderausstellung bleibt etwas davon als Spende zurück.
Und natürlich ging es auch noch ganz nach oben zu dem Traum vieler Jungen und Männer: zu der tollen Eisenbahnanlage!
Nach so viel „Bewegung“ und Eindrücken schmeckte die von Christa Brückner selbst angesetzte Limonade und der frische „Luggeleskäs“, den sie mit einigen anderen Getränken und Beilagen im Bürgermeistersaal servierte – und wo sich noch viele Gespräche in gemütlicher Runde ergaben.
Eine Teilnehmerin stellte durchaus erfreut fest: „So lange haben wir nach einem Stammtisch noch nie zusammengesessen.“